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Schlagfertigkeit

Teil 4
18
Okt

Schlagfertigkeit – Teil 4: Ich höre Stimmen

Wir haben über Euren Körper, Eure Augen und Eure Haltung gesprochen. In Teil vier meiner Schlagfertigkeitsserie geht es nun um Eure Stimme. Denn bei der Schlagfertigkeit geht es nicht nur darum was wir sagen, sondern auch wie. Daher trägt Teil vier meiner Serie auch den Namen: Ich höre Stimmen.

Teil 4: Ich höre Stimmen!

Ja, jetzt wird´s langsam aber sicher sehr abgefahren hier. Wir reden über Schlagfertigkeit, und dann ist die Erkenntnis ernsthaft: Körpersprache entscheidet? Kann ja nicht sein. In jeder kritischen Situation auf Augenhöhe bleiben mit dem: Buddha-Face. Ihr dürft euch auch Helmut Kohl nach dem dritten Saumagen vorstellen – so ein bräsiges, sattes, in sich ruhendes Gefühl. In dem Zustand seid Ihr ein Bollwerk. Ein Fels. (für diejenigen, denen der Name Helmut Kohl nichts mehr sagt: Das war ein sehr großer dicker Mann, der früher Bodyguard war von der Frau, die jetzt Chefin von Deutschland ist. Und nein, das ist nicht Whitney Houston.)

Und entweder sagt Ihr einfach nichts, völlig legitim, oder Ihr sagt eben was. Mit den Techniken starten wir im nächsten Blog, erste Tipps zu schlagfertig wirkenden Worten gibt´s am Ende dieses Blogs. Nur egal was auch immer Ihr dann sagt – entscheidend ist dabei die Stimme. Sie richtet darüber, wie Ihr wirkt – und wie der andere darauf reagiert. Ihr könnt laut oder leise sprechen, belustigt oder aggressiv, unbeteiligt oder säuselnd, nett oder verwirrt. Die Palette ist unendlich bunt und in den Ausdrucksmöglichkeiten umgekehrt proportional zu dem, was Angela Merkel gewöhnlich zum Besten gibt. Außer es ist gerade Fußball-WM. Dann hüpft selbst die Kanzlerin in purer Begeisterung und Stimmgewalt aus dem Rock.

Eure Stimme sendet Signale

Um elegant schlagfertig zu wirken, empfehle ich für Eure Stimmfärbung erstmal die Kategorien: „nett“ und „interessiert“. Denn beide funken auf mehreren Kanälen.

Signal 1: Ich bleibe völlig entspannt, fröhlich und bin Dir zugewandt (zumindest äußerlich).

Signal 2: Ich interessiere mich für Deine Bedürfnisse / Nöte / Befürchtungen / Ängste (denn warum sonst solltest Du mir gegenüber aggressiv sein?).

 

 

 

Und eines wisst Ihr selbst: Wenn dieser blöde Spruch von gegenüber kommt, ist es eh schon anstrengend genug, nach Buddha auszusehen. Für solche Momente megagut geeignet sind sehr kurze Kommentare in Form eines Wortes, die Ihr mit nettem Gesicht von Euch gebt – zum Beispiel: Ach. Aha. Genau. Absolut. Total. Echt?! Wow. Krass. Hammer. Huiuiui. Euch fallen sicher noch viele, viele ein!

Die Kunst ist nun, dieses eine Wort zu sagen – und stehen zu lassen. Also Pause danach machen, den anderen weiter ankucken. Und warten, ob noch was kommt. Ansonsten einfach nach ein paar Sekunden das weitermachen, was ihr eh gerade gemacht habt. Oder von dannen ziehen… und Euch freuen, wie einfach Schlagfertigkeit sein kann.